Hier gibt es kurioses rund um das Kamel

Das Sandwunder

Wüstensturm - kein Problem! Sand und nochmals Sand gibt es bekanntlich mehr als genug in der Wüste. Aber das Kamel hat da vorgesorgt und sich an ein Leben im Sand gewöhnt. Lange Augenbrauen und Nüstern, die es schließen kann, schützen es bei einem Wüstensturm vor treibendem Sand. Die Füße haben breite Sohlen und die Zehen sind durch Polster, die das Gewicht auf dem losen Untergrund verteilen, miteinander verbunden. Das verhindert ein Einsinken der Tiere in den weichen Sand.

Das Hitzewunder

Kamele schwitzen erst bei Körpertemperaturen von 40 bis 42 °C. In kalten Nächten können sie ihre Körpertemperatur auf 34 °C absinken lassen. Und ­ sie haben ein einzigartiges Blut. Bei keinem anderen Säugetier der Erde wird das Blut so gut mit dem Wassermangel fertig. Das Trampeltier kann fast ein Drittel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren, ohne besonders erschöpft zu sein. Dagegen darf der Mensch nicht viel mehr als ein Zehntel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren. Das Blut wird dann so dick, daß es nicht mehr durch den Körper fließen kann. Und die Körpertemperatur steigt so hoch, daß er einen Hitzschlag bekommt.

Das Durstwunder

Trinkt das Trampeltier auf einen Schlag 120 Liter Wasser, passiert ihm trotzdem nichts. Denn seine roten Blutkörperchen können die Wasserverdünnung gut vertragen. Sie werden einfach größer und nehmen alles auf, ohne zu platzen. Der Mensch aber würde an einer "Wasservergiftung" sterben!

Paßgang

Typisch für Kamele ist ihre Gangart – der Passgang. Dabei wird jeweils der Vorderfuss und der Hinterfuss einer Körperseite gleichzeitig vorgesetzt. Dies erklärt auch den schaukeligen Kamelgang. Selbst im Trab laufen Kamele im Pass, nur der Galopp entspricht dem Bewegungstyp anderer Säuger und dabei erreichen sie Geschwindigkeiten bis zu 19 Kilometer in der Stunde.

Kaugummi kauen

Während der Paarungszeit treiben die Kamelhengste eine Hautblase aus dem Maul, die sie mit Luft füllen, so dass sie wie eine Kaugummiblase anschwillt.Wärend der Paarungszeit sind die Kamelbullen mit Vorsicht zu geniessen, da sie dann sehr agressiv werden können.

 
           
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